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Warum hat medizinischer Honig antibakterielle Wirkung?


Vielen Naturprodukten wird eine antibakterielle oder desinfizierende Wirkung nachgesagt. Auch dem Honig. So hat eine wissenschaftliche Studie gezeigt, dass Medizinischer Honig zur Wundversorgung oftmals sogar besser wirkt als Antibiotika. Diese Tatsache beruht auf drei Eigenschaften, die bestimmten Honigsorten eigen sind.

Ohne Feuchtigkeit keinen Lebensraum für Keime und Bakterien

Prinzipiell weist Honig eine hohe Zuckerkonzentration auf. Dadurch wird dem Gewebe nach dem Auftragen des medizinischen Honigs Feuchtigkeit entzogen (man nennt dies: hohes osmotisches Potenzial). Ohne Feuchtigkeit sind Bakterien weniger aktiv und vermehren sich kaum.  Dies ist der Grund, warum guter Honig auch nicht verderben kann oder schimmelt; er hat zu wenig Wasser und stellt daher keinen optimalen Nährboden für Bakterien und Keime dar. Bienenenzym Glukose-Oxidase zur Bildung von antiseptischem Wasserstoffperoxyd


In Honig ist das Enzym Glukose-Oxidase, welches von den Bienen bei der Honigproduktion zugesetzt wird. In aktiver Form, d.h. falls der Honig nicht hitzebehandelt wurde, wird dieses Enzym durch die Vermengung des Honigs mit Wundsekret aktiviert und der Traubenzucker (Glucose) im Honig wird zersetzt. Dadurch entstehen kleine Mengen an Wasserstoffperoxyd. Dieser wirkt antiseptisch und tötet Bakterien ab, die Konzentration im Honig ist aber zu gering, um zugleich auch Zellen abzutöten, wie dies bspw. bei Wasserstoffperoxyd aus der Apotheke der Fall ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch das Enzym Glukose-Oxidase Wasserstoffperoxyd kontinuierlich nachgebildet wird und somit eine permanente antibakterielle Aktivität besteht.

Antibakterielle Substanzen pflanzlichen Ursprungs


Einige Honigsorten enthalten weitere antibakteriell wirksame Substanzen, allerdings ist die Anzahl dieser Honigsorten sehr gering. Die Forschung bzgl. dieser antibakteriellen Substanzen, die wahrscheinlich pflanzlichen Ursprungs sind, ist derzeit noch am Anfang.

Antibakterieller medizinischer Honig (Medihoney)


Auf Basis dieses Wissens wurde der medizinische Honig entwickelt. Medihoney besteht aus einer Mischung von zwei verschiedenen Honigen. Eine Sorte ist der sogenannte Leptospermum-Honig, der von Bienen in Neuseeland und Australien erzeugt wird, die überwiegend die Baumgattung Leptospermum anfliegen. Dieser Honig bildet in hohem Maße Wasserstoffperoxyd. Die zweite Honigsorte in Medihoney weist eine starke von Wasserstoffperoxyd unabhängige antibakterielle Wirkung auf.


Nicht jede Honigsorte ist für den Einsatz als medizinischer Honig geeignet.

Auf keinen Fall darf zur Wundbehandlung jedoch Genusshonig, auch kein Lebensmittelhonig der Sorte Manuka verwendet werden, auch wenn immer wieder damit geworben wird.


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