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Harnstoff

Harnstoff (lat. urea), auch Carbamid genannt, ist eine organische Verbindung und für viele biologische Prozesse, u. a. für den Stoffwechsel von Proteinen, wichtig. Dieser geruchlose, hygienisch unbedenkliche und kristaline Feststoff ist weiß und leicht in Wasser löslich.

Durch den Abbbau von Aminosäuren im Stoffwechselprozess entsteht Ammoniak, das jedoch sehr giftig ist und in höheren Konzentrationen das Gehirn schädigen kann. Deshalb wird es zum größten Teil in Harnstoff umgewandelt und in Form von Urin und Schweiß ausgeschieden.

In der Landwirtschaft kommt Harnstoff als Stickstoffdünger zum Einsatz. Stickstoff ist für Pflanzen lebensnotwendig. Landwirte setzen ihn auch bei der Ernährung von Widerkäuern ein. Hier dient er der Bildung von Proteinen.

In der Pharmazie wird er zur Herstellung von Medikamenten (Cremes, Salben) und als Antipilzmittel, z. B. bei Nagelpilz, verwendet. Außerdem kann der Harnstoffwert zur Diagnose und Verlaufskontrolle bei einer stark eingeschränkten Nierenfunktion herangezogen werden.

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