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Hämostase

Hämostase

Die Hämostase (agr.haíma = Blut und  stasis = Stillung) ist ein essentieller, komplexer Prozess, der in zwei Phasen abläuft und den Körper in die Lage versetzt,  eine Blutung nach einer Verletzung von Blutgefäßen mit Hilfe eines Blutgerinsels zu stoppen, um einen größeren Blutverlust zu verhindern.

In der ersten Phase, der primären Hämostase, werden zunächst Blutplättchen aktiviert, die Botenstoffe aussenden, wodurch das verletzte Blutgefäß verengt wird. Anschließend heften sie sich an die Gefäßwand und bilden ein provisorisches Netz, das den Austritt von Blut verhindert. Diese Vorgang dauert ca. eine bis drei Mintuten.

In der zweiten Phase, der sekundären Hämostase (eigentliche Blutgerinnung), bildet sich mit Hilfe von Gerinnungsfaktoren ein Fibrin-Fasernetz, in dem Blutplättchen und rote Blutkörperchen eingebettet sind (Wundschorf). Dadurch wird das Netzwerk aus Phase eins verstärkt und so der stabiler Wundverschluss erreicht. Dieser Vorgang dauert ca. sechs bis zehn Minuten.

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