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Sauerstoff

Das relativ reaktionsfreudige chemische Element Sauerstoff mit der Ordnungszahl 8 und dem Elementsymbol O für Oxygenium (agr. oxys = sauer, scharf, spitz und gen = erzeugen, gebären) wurde früher auch als Feuerluft oder Lebensluft bezeichnet. Es hat ein mittleres Atomgewicht von ca. 16 und kommt am häufigsten vor. Sein Anteil am  Luftvolumen beträgt ca. 21 Prozent und am Wasser ca. 89 Prozent.

Das farb-, geruch- und geschmacklose Gas Sauerstoff ist für fast alle Lebewesen lebensnotwendig und wird von Pflanzen mit Hilfe der Photosynthese indirekt erzeugt. Es wird bei -183 Grad Celsius flüssig und gefriert bei -219 Grad Celsius. Sauerstoff reagiert mit nahezu allen Elementen.

Sauerstoff wird mit einem thermischen Trennverfahren, der Gegenstromdestilation, gewonnen. Er wird unter anderem für medizinische Zwecke eingesetzt und gilt als solcher nach dem Arzneimittelgesetz als Arzneimittel. der Gesetzgeber schreibt hierfür strenge Kontrollen vor.

Einsatzgebiete:

  • Langzeittherapie
    Bei schwerem, chronischen Sauerstoffmangel wird über eine längere Zeitspanne, täglich mindestens 16 Stunden, Sauerstoff zugeführt. Dadurch werden die Lebensqualität und die Überlegensdauer verbesssert.
  • Notfallmedizin
    Bei Lungen- oder Herzkrankheiten, bei denen es zu Sauerstoffmangel kommt, wird dem Patienten zusätzlicher Sauerstoff verabreicht. Dies kann durch verschiedene Masken oder Sonden geschehen. Bei Patienten, die nicht selbständig atmen können, kommt ein Beatmungsgerät zum Einsatz.
  • Cluster-Kopfschmerz
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfielt zur Behandlung das Einatmen von Sauerstoff. Dadurch werden die Beschweren innerhalb von Minuten effektiv gelindert.
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