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Steroide

Steroide (agr. stereós = fest) sind eine Klasse organischer wasserlöslicher Verbindungen aus 18 bis 30 asymmetrischen C-Atomen mit dem Grundgerüst des Cyclopentanoperhydrophenanthrens, die auf dem polyzyklischen Kohlenwasserstoff Steran aufbauen. Sie sind als Bestandteil der Zellwände ringförmig aufgebaut, zählen zu den Fetten und spielen eine wesentliche Rolle für den Stoffwechsel, indem sie als Hormone wirken. Diese starren Moleküle besitzen einen relativ hohen Schmelzpunkt und lassen sich leicht kristallisieren. Ihre biochemische Aufgabe besteht in der Herstellung von Vitaminen und Sexualhormonen.

Es gibt über 20.000 Steroide, die in natürliche und synthetische Steroide eingeteilt werden. Davon haben ca. zwei Prozent eine medizinische Bedeutung. Die wichtigsten sind:

  • Cholesterin
  • Gallensäuren
  • Geschlechtshormone wie Testosteron und Östrogen
  • Kortikoide (umgangssprachlich Kortison)
  • Vitamin D

Steroide werden in der Leber durch Hydroxylierung und Konjugation mit Glycin oder Taurin wasserlöslich gemacht und als Gallensäuren über die Galle ins Duodenum ausgeschieden.

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